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Sensation auf Kosten des Meisters! Šimášek macht den Laden dicht, und die Vipers verabschieden den Titelverteidiger aus den Playoffs

Die MAD Vipers stehen im Halbfinale! Gegen Wild Thing Karaoke lagen sie nach der ersten Halbzeit 0:1 zurück, drehten das Spiel aber zum 3:1 und entschieden die Serie mit 2:0 für sich. Sie haben den amtierenden Meister gleich in der ersten Runde ausgeschaltet. Spieler der Woche ist Torhüter Martin Šimášek, der fast alles hielt, was aufs Tor kam. Wir haben ihn zu seiner Leistung, zur Wende des Teams, zum Gefühl, den Favoriten ausgeschaltet zu haben, und auch dazu befragt, was die Vipers gegen HK Petržalka erwartet.

1. Ein Gegentor gegen Wild Thing Karaoke. Wie würdest du deine Leistung bewerten?
Martin:
„Ehrlich gesagt habe ich darüber nicht groß nachgedacht. Ich versuche, an jedes Spiel gleich heranzugehen, aber wenn ich die Zufriedenheit meiner Mitspieler als Bewertungsmaßstab nehmen darf, habe ich mein Stück Arbeit wohl wirklich gut erledigt.“

2. ⁠Auch wenn ihr zur Pause 0:1 zurücklagt, ist es euch am Ende gelungen, das Spiel zum 3:1 zu drehen. Wie bewertest du eure Mannschaftsleistung?

Martin: „Die Jungs waren fantastisch. Sie haben die ganze Zeit konstantes und aufopferungsvolles Eishockey gezeigt, was am Ende hoffentlich auch der Glücksgöttin gefallen hat, und sie hat uns die nötigen Tore gegönnt.“

3. ⁠Die Serie habt ihr dem Anschein nach relativ einfach mit 2:0 gewonnen. Was ist das für ein Gefühl, gleich in der ersten Playoff-Runde den amtierenden Meister auszuschalten?

Martin: „Siege über Favoriten sind wohl die süßesten, in den Playoffs doppelt, und so eine Serie gegen eine Mannschaft von der Qualität von WTK zu spielen, ist wirklich etwas, das ich mir ‚einrahmen‘ werde. Denn auch so ein den Ergebnissen nach vielleicht einfacher Vorgang verlangt 80 Minuten, in denen man ständig bereit sein muss, alles zu zeigen, was man im Eishockey kann.“

4. ⁠Im Playoff-Halbfinale wartet nun der Hauptrundensieger HK Petržalka auf euch. Werdet ihr euch irgendwie speziell auf diesen Gegner vorbereiten?

Martin: „Ich würde eher sagen, dass es bei uns das Bemühen sein wird, an den Grundsätzen festzuhalten, die es uns ermöglicht haben, ins Halbfinale zu kommen. HKP spielt natürlich ein deutlich anderes Eishockey als Karaoke, aber wir haben auch unser ‚Trademark‘, das, wie wir uns jetzt und auch mehrfach in der Hauptrunde überzeugt haben, ebenfalls etwas zu bieten hat.“

5. ⁠Euer Einzug ins Halbfinale war bislang die größte Überraschung der diesjährigen Playoffs. Hat euch euer Manager mit irgendeiner „Belohnung“ für das Weiterkommen motiviert?

Martin: „Ha, von besonderen Belohnungen war bisher keine Rede, aber falls es für uns weiterhin so gut läuft, würde ich auf jeden Fall aufmerksam den Instagram-Account der Frau von Paťo verfolgen.“

Die Vipers haben gleich in der ersten Runde klar gezeigt, dass in den Playoffs nicht die Papierform entscheidet, sondern die Leistung auf dem Eis. Šimášek wirkt ruhig, er spielt sich nicht als Erlöser auf, aber genau solche Torhüter will man haben, wenn es ums Weiterkommen geht – stabil und bereit. Jetzt kommt HK Petržalka, ein völlig anderer Gegnertyp, und da wird es nicht mehr reichen, das Spiel „nur“ zu meistern. Wenn sich die Vipers jedoch das bewahren, was sie hierher gebracht hat – Disziplin, Opferbereitschaft und Geduld –, dann wird das Halbfinale für die Mannschaft aus Petržalka kein Spaziergang durch den Rosengarten, sondern ein echter Kampf ums Finale.

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